Keine freie Fahrt für Pistenfahrzeuge im Naturschutzgebiet E
Keine freie Fahrt für Pistenfahrzeuge im Naturschutzgebiet Engstlensee
Quelle: Berner Zeitung BZ, 08.09.2008
Für Fahrten mit Motorschlitten und Pistenfahrzeugen durch das Naturschutzgebiet Engstlensee gibt es keine Ausnahmebewilligungen mehr. Das bernische Verwaltungsgericht stützt einen entsprechenden Entscheid der Volkswirtschaftsdirektion.
Diese hatte im Jahr 2007 einer Beschwerde von Pro Natura Berner Oberland stattgegeben, die sich gegen die Ausnahmebewilligung für Fahrten durch das Naturschutzgebiet richtete. Gegen den Entscheid des Kantons erhoben der Pächter der Rossbodenhütte sowie die Alpgenossenschaft Engstlen Beschwerde beim Verwaltungsgericht.
Das Verwaltungsgericht wies diese ab, wie Pro Natura Berner Oberland am Montag bekannt machte. Das Gericht stützte sich dabei auf den geltenden Schutzbeschluss des Regierungsrats, das tourismuspolitische Leitbild des Kantons Bern und auf den kantonalen Richtplan, wie Pro Natura schreibt.
Für die Umweltschutzorganisation ist der Entscheid eine Bestätigung, dass das Gebiet Engstlenalp «hochgradigen Schutz verdient». Pro Natura Berner Oberland erachtet das Urteil auch als wegweisend für den weiteren Verlauf des Projekts «Schneeparadies Hasliberg-Titlis».
Unter dieser Bezeichnung planen vier Bergbahnen aus den Kantonen Bern und Obwalden, die drei bestehenden Skigebiete Engelberg- Titlis, Melchsee-Frutt und Hasliberg zu verbinden. Daraus würde mit 210 Kilometer Pisten eines der grösseren Skigebiete in den Alpen entstehen.
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