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Melchsee-Frutt,
13.02.2008, 23:25
 

Frankfurter Allgemeine über Engelberg und das Schneeparadies

Quelle: F.A.Z., 14.02.2008, Nr. 38 / Seite R5

Inder im Dirndl, Chinese mit Alphorn
Von Volker Mehnert

13. Februar 2008 Man kann so wunderbar altmodisch, so ausgesprochen schweizerisch nach Engelberg fahren. Der Zug der Zentralbahn von Luzern herauf muss in der Station Wolffenschiessen schon einmal die Hälfte seiner Waggons abkoppeln, bevor er aus der Ebene des Vierwaldstätter Sees hinauf in die Berge schnauft. In Obermatt wechselt er von der Normalspur auf einen Zahnradbetrieb, und der verbliebene Zug teilt sich noch einmal. Kurz hintereinander schieben zwei Lokomotiven je zwei Waggons das letzte Steilstück nach Engelberg hinauf. Im Abstand von einer Minute rollen sie in den Bahnhof ein, jeder auf seinem eigenen Gleis; so viel Aufwand ist in der Schweiz auch in einer Bergstation möglich.

Tritt man aus dem Bahnhof heraus, steht man unmittelbar vor der Fassade des Hotels Bellevue und seinem prächtigen Jugendstilportal. Auf der linken Seite sieht man den alteingesessenen Schweizer Hof und den Europäischen Hof, ein kolossales Grandhotel der Belle Époque mit pompösen Fensteröffnungen, schmiedeeisernen Balkongittern und verspielten Türmchen und Erkern. Weiter oben am Hang thronen die Hotels Edelweiss und Terrace, ebenfalls Schmuckstücke aus der Frühzeit des Fremdenverkehrs in Engelberg. Sie alle freilich haben ihren alten Glanz ein wenig eingebüßt und verfügen jetzt über nicht mehr als drei Sterne.

Ein famoser Skiberg

Das moderne Engelberg macht sich erst auf den zweiten Blick bemerkbar: ein zersiedelter Ortskern mit schindelverkleideten Bauernhäusern, mal hübsch restauriert, mal vernachlässigt, gegenüber eine graue Betonburg, dazwischen Parkplätze, Garagen, eine Baugrube, kastenförmige Villen und Apartmenthäuser, hier und da auch ein gelungener Versuch mit moderner Baukunst. Aber vorherrschend sind die klassischen Bausünden und belanglosen Fassaden aus vier Jahrzehnten Boom im Wintersport.

Sein Garant ist der Titlis, ein famoser Skiberg. Sein 3238 Meter hoher Gipfel erscheint wie eine Welle kurz vor dem Brechen, der glatte Rücken dick mit Schnee bedeckt, die Vorderseite eine abgebrochene Felswand. Die Pisten beginnen zwar erst etwas tiefer, auf dreitausend Meter Höhe am Nebengipfel Klein Titlis, doch vom ersten Meter an haben sie es in sich. Die Abfahrten hier sind nichts für Anfänger, Sonnenanbeter oder gemütlich dahinrutschende Genussskifahrer, denn es gibt an der schroffen Nordflanke des Berges keine einzige blau markierte Piste. Dafür findet man im oberen Teil eine höllisch steile Gletscherabfahrt zwischen zwei eng zusammenstehenden Felsnasen hindurch, abschüssige Felsrinnen, schmale Passagen und viele risikoreiche Varianten neben den präparierten Pisten. Nur über eine Liftabzweigung am Sockel des Berges erreicht man am Jochstock ein Gelände für weniger Geübte.

Eine Seilbahn mit drehbarer Kabine

Ein Monopol auf den Titlis besitzen die Skifahrer allerdings nicht. Denn schon seit langem ist er einer der schönsten und beliebtesten Aussichtsberge der Alpen. Man schaut von hier aus bis ins Tessin, auf die Viertausender des Wallis, die Bergriesen des Berner Oberlandes und übers Schweizer Mittelland bis hin zum Feldberg im Schwarzwald. Mehr als hundert Gipfel sind bei klarem Wetter zu erkennen, und alles, was in den Schweizer Alpen Rang und Namen hat, gehört dazu. Schon bevor die Mönche der Benediktinerabtei Engelberg den Titlis erstmals bestiegen und lange bevor die Menschen massenhaft auf Berge geklettert sind, hat man ihm ein - wenn auch unverdientes - Etikett verpasst: In der Skihütte Stand hängt eine alte Landkarte aus dem Jahr 1767, die den Titlis als "höchsten Berg im ganzen Schweizerland" verzeichnet. Das ist er nun wirklich nicht, aber wenn man oben steht, mag es dem einen oder anderen auch heute noch so erscheinen.

Der Ruhm des Titlis hat sich vor allem in Asien verbreitet. Reisegruppen aus allen Ländern Ost- und Südostasiens gehören hier schon lange zur Selbstverständlichkeit. Im Sommer kommen schon mehr als ein Drittel aller Gäste aus Korea, Taiwan, China, Indien, Malaysia und Indonesien. Zu dieser Popularität hat zweifellos auch die Rotair beigetragen, die erste Seilbahn der Welt mit einer runden und innen drehbaren Kabine. Während die Gondel Richtung Bergstation schwebt, dreht sich im Innern eine Plattform einmal um dreihundertsechzig Grad, so dass die Fahrgäste an ihrem Fensterplatz nach und nach einen Rundumblick genießen können.

Friedlich, aber lebensmüde

Die Asiaten, früher fast ausschließlich Sommergäste, kommen jetzt auch immer häufiger während der Wintermonate. Dann mischen sie sich in den Gondeln mit den Skifahrern, und die so verschieden motivierten Winterurlauber bestaunen sich gegenseitig. Die Skifahrer schmunzeln über die manchmal recht leicht bekleideten Inderinnen oder Malaiinnen, und diese wiederum haben noch nie einen Skifahrer in natura gesehen. Die mit schweren Stiefeln, Helmen, Brettern und Stöcken ausgerüsteten Sportler müssen ihnen beim allgemeinen Ansturm auf die Gondel vorkommen wie waffenbewehrte Eidgenossen, die sich dann anschließend friedlich, aber lebensmüde die rutschigen Hänge hinabstürzen.

Auf der Gipfelstation sucht dann jeder seinen eigenen Weg: Die Skifahrer streben zur Gletscherpiste, und die Asiaten verschwinden in der Gletschergrotte oder toben sich bei einer Schneeballschlacht aus. Auch beim Essen geht man sich aus dem Weg, denn neben dem üblichen Bergrestaurant gibt es im Oberstock noch ein Lokal, das ausschließlich asiatische Küche anbietet, zubereitet von asiatischen Köchen und serviert von asiatischen Kellnerinnen. Höchst beliebt ist ein Fotostudio, das eine große Auswahl alpiner Kostümierungen bereithält. So können sich der Taiwaner mit Lederhose, die Inderin im Dirndl und die indonesische Familie mit Alphorn vor der Bergkulisse fotografieren lassen.

Ein verwegener Plan

Das Geschäft mit den asiatischen Touristen ließe sich im großen Stil weiter ausbauen. Doch Engelberg hat für den Winter zunächst andere Pläne. Man möchte mit seinem Skigebiet nicht mehr allein bleiben, sondern mit fünf oder sechs neuen Seilbahnen eine Liftbrücke über die Berge schlagen: bis hin zu den Pisten der benachbarten Skigebiete von Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg. Insgesamt zweihundertzehn Kilometer Pistenlänge sind geplant, und damit würde man zu den ganz Großen in den Alpen gehören - eine mächtige Skischaukel unmittelbar vor den Toren der Städte Zürich und Bern. Das erscheint als kühnes Projekt in einer Zeit, da Bergbahnkonzessionen in der Schweiz nur noch restriktiv vergeben werden.

Die Idee ist nicht neu. Schon vor dem Ersten Weltkrieg gab es ein Projekt für eine Bergbahn auf dieser Strecke. Es war bereits genehmigt, als der Krieg ausbrach und die Pläne für fast ein Jahrhundert in den Schubladen verschwanden. Die Möglichkeit einer Vereinigung hat man zwar auch zwischendurch immer wieder erörtert, doch erst jetzt sieht man konkrete Gründe für einen Zusammenschluss. Aus Engelberger Sicht fehlt es dem Titlis-Areal an Südhängen und an weniger steilen Pisten für das breite Publikum. Das Gelände dafür ist jenseits des Jochpasses vorhanden, aber eben nicht erschlossen. Die Junior-Partner des Projekts in Meiringen haben zwar ausreichend Südhänge, aber das gesamte Skigebiet erscheint ihnen zu klein für ein langfristiges Überleben.

Der Widerstand formiert sich

Bei Kritikern von außerhalb taucht die Frage auf, ob man ein solches Mammut-skigebiet wirklich braucht. Bergbahnbesitzer und Tourismusmanager aus Engelberg und Meiringen sind davon überzeugt. Der heutige Skifahrer, so argumentieren sie, verlange und nutze tatsächlich die Liftschaukeln, weil die hervorragende Präparierung der Pisten und das ständig verbesserte Skimaterial auch dem mittelmäßigen Fahrer das Abfahren längerer Strecken ermöglichten.

Das Vorhaben hat freilich viele Tücken. Zunächst einmal sind drei Kantone betroffen, die ihr jeweiliges Einverständnis geben müssen - in der Schweiz eine große Herausforderung. Außerdem könnte die Lücke zwischen Titlis und Meiringen nur geschlossen werden unter Einbeziehung des kleinen und relativ rückständigen Skigebiets von Melchsee-Frutt. Viele Einheimische dort jedoch sind zufrieden mit ihrem begrenzten Besucheraufkommen, denn die meisten sind in der Landwirtschaft beschäftigt oder pendeln zur Arbeit nach Luzern. Der größte und wichtigste Einwand kommt von verschiedenen Umweltschutzverbänden, die von der Erschließung einer bisher unberührten Geländekammer für den Skisport wenig halten. "Der Widerstand hat sich formiert", sagt Albert Wyler, Geschäftsführer der Titlis-Bahn, und er hofft, dass es kein fundamentaler Einspruch sein wird, sondern der Versuch, bei dem Vorhaben ökologische Gesichtspunkte noch stärker als bisher zu berücksichtigen.

Ohne Skifahrer kein Überleben

Ein Umweltverträglichkeitsbericht für das zukünftige "Schneeparadies Hasliberg-Titlis" ist allerdings schon erarbeitet, und so fühlt man sich zwischen Meiringen und Engelberg stark genug, im Laufe dieses Jahres das Konzessionsgesuch für die ersten beiden Bahnen einzureichen. Es geht, so sieht man es hier, um das langfristige touristische Überleben von zwei ansonsten bedeutungslosen Gebirgstälern. Wer in Zukunft in den Alpen nicht als mittleres Skigebiet auf den Freizeitbedarf der lokalen Bevölkerung zurückfallen, sondern im globalen Wettbewerb um den internationalen Touristen mithalten wolle, müsse sich der Konkurrenz mit anspruchsvollen und rentablen Konzepten stellen. "Wir haben hier nur den Tourismus", sagt Otto Anderegg von den Bergbahnen Hasliberg-Meiringen, "ohne die Skifahrer könnten wir nicht überleben." Aber genau das wollen sie, und zwar hier in ihren Alpendörfern. Und deshalb sehen sie es nicht gern, wenn sich die Leute aus den Städten, ob Behörden oder Umweltverbände, in ihre Angelegenheiten einmischen. "Wir reden ja auch nicht mit beim Stadion- oder Hochhausbau in Zürich" ist ein Argument, das nicht nur Otto Anderegg vorbringt.

Von den Finanzen wird zwischen Engelberg und Meiringen am wenigsten gesprochen, weil die Titlis-Bahn durch den erfolgreichen Ganzjahresbetrieb zu den rentabelsten Bahnen der Schweiz gehört und deshalb den größten Teil der Investitionen tragen könnte. In Meiringen-Hasliberg hat man in den vergangenen zehn Jahren großzügig, aber offenbar solide investiert und sieht sich für einen Ausbau des Skigebiets ebenfalls finanziell gerüstet. So erhofft man sich langfristig einen wechselseitig nutzbringenden Ski- und Tourismusverbund: Oberhalb und jenseits von Hasliberg verfügt man über die Südhänge, von denen Engelberg träumt. Und in Meiringen träumt man nicht nur davon, das südliche Eingangstor einer bedeutenden Skischaukel zu werden, sondern man hofft außerdem, durch den Zusammenschluss ein wenig vom asiatischen Besucherstrom abzubekommen. Einen spektakulären Aussichtsturm für das von Indern und Chinesen bevorzugte Bergerlebnis hat man schon errichtet: den "Alpentower" auf der Spitze des Planplatten. Von der rundum verglasten Bar auf 2250 Meter Höhe schaut man nicht nur hinüber zum Partnerberg Titlis, sondern hat unter sich die spiegelnde Oberfläche des Brienzer Sees und dahinter die vergletscherten Bergriesen des Berner Oberlands im Blick - ein Panorama, das auch die weiteste Anreise lohnt.



Meiringen-Hasliberg: Für Alpinskifahrer erschließen wenige effizient verteilte Lifte in mehreren Bergkesseln ein Skigebiet von sechzig Pistenkilometern. An den sonnigen Südhängen finden Anfänger und Fortgeschrittene ihr Revier. Die Südausrichtung macht Hasliberg zu einem idealen Gelände für Höhenwanderungen zwischen den kleinen Dörfern und hinauf Richtung Skigebiet. Ein Wegenetz von 40 Kilometern wird auf der Sonnenterrasse geräumt. Im „Skihäsliland“ an der Station Bidmi können Kinder rund um Igludorf, Skikarussell und Tubingbahn spielerisch das Skifahren lernen. Information: Haslital Tourismus, CH-3860 Meiringen, Tel.: 0041/33/ 9725050, Internet: www.haslital.ch.
Engelberg-Titlis: Die Pisten am Titlis sind für fortgeschrittene Skifahrer gedacht. Die Abzweigung zu Jochstock und Engstlenalp ist auch für weniger Geübte geeignet. Ein übersichtliches Anfängergebiet ist Brunni, auf der gegenüberliegenden Talseite. Auf dem Jochpass im Skigebiet Titlis gibt es für Snowboarder einen Terrainpark mit Quarterpipe, Rail Lines und Kickers. Auf zwei Plateaus oberhalb von Engelberg werden für klassisch und Skating die Loipen Gerschneralp und Trübsee gespurt. Bei ausreichend Schnee steht auch die 25 Kilometer lange Talloipe Engelberg zur Verfügung. Sowohl am Titlis als auch im Skigebiet Brunni werden zahlreiche Wanderwege präpariert. Den Höhepunkt bildet auf 3000 Meter der Spazierweg direkt unterhalb des Titlis-Gipfels. Das Skigebiet Brunni legt besonderes Augenmerk auf die Kinderbetreuung und hält im „Yeti-Park Ristis“ ein Kinderskigelände bereit. Information: Tourist Center Engelberg-Titlis, Klosterstr. 3, CH-6390 Engelberg, Telefon: 0041/41/6397777, Internet www.engelberg.ch.

El Corazon(R)

15.02.2008, 14:46

@ Admin
 

Frankfurter Allgemeine über Engelberg und das Schneeparadies

» Der Widerstand formiert sich
»
» Bei Kritikern von außerhalb taucht die Frage auf, ob man ein solches
» Mammut-skigebiet wirklich braucht. Bergbahnbesitzer und Tourismusmanager
» aus Engelberg und Meiringen sind davon überzeugt. Der heutige Skifahrer, so
» argumentieren sie, verlange und nutze tatsächlich die Liftschaukeln, weil
» die hervorragende Präparierung der Pisten und das ständig verbesserte
» Skimaterial auch dem mittelmäßigen Fahrer das Abfahren längerer Strecken
» ermöglichten.


nein braucht es nicht...die, die in engelberg skifahren wollen gehen nach engelberg und diejenigen, welche auf die frutt wollen gehen auf die frutt...die eingriffe in die natur in der zeit der klimaerwärmung (z.B. die auftauenden permafrostböden) sind ein super beispiel dazu, dass der mensch der hauptsünder ist...

Baselbieter-Familie

19.02.2008, 22:52

@ El Corazon
 

Frankfurter Allgemeine über Engelberg und das Schneeparadies

Diejenigen Touristen, welche auf die "Frutt" kommen, lieben und mögen die "Frutt" im jetztigen Zustand.
Scheinbar sind es die Engelberger und die Meiringer, die enorm profitieren könnten, wenn die Skigebiete fusionieren würden....
Da gilt es für Melchsee-Frutt genauestens abzuwägen, welchen Schritt ( in welche Richtung ) man machen möchte.

Ich persönlich wage es sehr zu bezweifeln, dass ein Zusammenschluss ein Gewinn sein könnte. Meine Familie und ich lieben die "Frutt" so wie sie ist. Wir geniessen die Ruhe, den Kontakt mit der Natur und die Stimmung auf der "Frutt".
Der jetztige Charakter, den wir so sehr schätzen, ginge mit Sicherheit verloren.
Wer den Kommerz schätzt, soll sich doch schlicht ein anderes Skigebiet für seinen Skiurlaub aussuchen...

Timmy

E-Mail

Luzern,
20.02.2008, 11:59

@ Baselbieter-Familie
 

Frankfurter Allgemeine über Engelberg und das Schneeparadies

Danke, hier ist nichts mehr beizufügen!

Skywalker

Sempach,
05.03.2009, 11:07

@ Baselbieter-Familie
 

Frankfurter Allgemeine über Engelberg und das Schneeparadies

Ich bin nicht sicher, ob die kleinen Skigebiete langfristig überleben können. Es hat jetzt zwei gute Winter gegeben- es werden auch wieder sehr schlechte kommen.

Mich hat die Zentralschweiz als "Kunden" verloren seitdem ich hier wohne. Zwar fahre ich noch 3-4 Mal pro Saison in Engelberg, auf der Frutt und im Hasliberg, aber es ist mir für mehr als einen Tag zu klein und langweilig geworden. Haben wir (Freunde, Familie) bis vor 5 Jahren insgesamt noch mehrere 10000 CHF pro Jahr in der Zentralschweiz ausgegeben, sind es jetzt nur noch maximal 1000 CHF. Ich bin bereits Richtung grössere Skigebiete wie Arlberg oder Zermatt abgewandert. Lieber zahle ich noch eine Übernachtung zusätzlich als dass ich mich in der Skiprovinz langweile....

Hans Nötig

04.11.2009, 16:07

@ Admin
 

Frankfurter Allgemeine über Engelberg und das Schneeparadies

Meiner Meinung nach könnte vor allem das Angebot für die Freerider in Engelberg verbessert werden bzw. diese könnten besser in und zwischen die andern Skigebiete umgeleitet werden.
Im Moment ist der Titlis schon eine Hochburg der Freerider, jedoch ist schon 2 Tage nach einem Schneefall kein Flecken mehr unberührt.
Durch die Fusion hätten sowohl die Freerider und die Skigebiete gewonnen.

Finlandchristoph

E-Mail

29.12.2009, 01:27

@ Admin
 

Frankfurter Allgemeine über Engelberg und das Schneeparadies

Ich kann verstehen, dass sich die Skigebiete (d.h. besonders Engelberg und Meiringen) Gedanken über ihr Fortbestehen machen.
Aber als wirklich langjähriger Melchsee-Frutt-Urlauber kann ich sagen, daß ich dorthin fahre, eben weil es die Frutt ist mit all ihren Vorzügen! Und ich komme immer gerne wieder, auch nach Urlauben in Davos, Verbier, Zermatt.

Ein Zusammenschluss wäre nicht nur ein ökologisch-ökonomischer Wahnsinn, sondern würde das Gebiet zu einem namenlosen Riesengebiet machen.
Auf die Frutt würde ich dann wahrscheinlich nicht mehr fahren!
Gerade diese Gegend lebt von ihrer Ursprünglichkeit und ihrer vergleichsweise geringen infrastrukturellen Erschlossenheit, was sie auch im Sommer zu einem WUNDERBAREN Feriengebiet macht.
Ein Vorschlag wäre, derzeitige Moden wie Schneeschuhwandern, Rodeln, Paragliden u.ä. vermehrt zu bewerben.

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